Boystown

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26.10.2019:
Boystown –Bischofsbesuch als Ausklang

 
 
„Auch wenn das Boystown–Waisenheim den Betrieb einstellen musste, bleibt doch ein tröstlicher Gedanke. Denn die geleistete Unterstützungsarbeit ist ein Teil des christlichen Ganzen, so wie Jesus auch ein Teil der Dreifaltigkeit ist.“ Bischof Dr. Jose Porunnedom ließ es sich nicht nehmen und bedankte sich persönlich bei vielen Spendern, die sich zu einem Abschlusstreffen im Gemeindesaal St. Hubertus am 26. Oktober einfanden, für die jahrzehntelange Hilfe und ideelle als auch materielle Unterstützung des Waisenheims.
 
Insgesamt fast 400.000 € gelangten durch die Aktivitäten der Gemeinde St. Elisabeth und Hubertus über die letzten 45 Jahre nach Indien und bewirkten, dass Hunderte von Kindern und Jugendlichen aus Problemfamilien ein christliches Zuhause und eine gute schulische und handwerkliche Ausbildung erhielten. Der inzwischen 64-jährige Erzbischof der Diözese Mananthavadi in Kerala, der nun zum vierten Mal in Reuschenberg weilte, zeigte sich wieder sehr angetan von dem Interesse, das seinem Besuch entgegengebracht wurde. Er schilderte noch einmal die seit rund zwei Jahren bestehenden Schwierigkeiten, das Heim den staatlichen Förderrichtlinien gemäß zu betreiben. Dies habe bedauerlicherweise die kirchlichen Möglichkeiten überfordert, so dass die Aufgabe des Heims unausweichlich wurde.
 
Damit geht nunmehr die großartige von Herrn Diakon Gehrmann initiierte und Herrn Franz Bellenberg langjährig fortgeführte Unterstützungsarbeit der Gemeinde St. Hubertus und Elisabeth zu Ende. Der sympathische Erzbischof würdigte dies ausführlich und war voll des Lobes über die jahrzehntelang geleistete Hilfe. Der traurige Anlass des Bischofsbesuchs, die Schließung des Heimes noch einmal zu erläutern, hielt den Organisator des Treffens, Dr. Michael Dörr, jedoch nicht davon ab, seine Exzellenz erneut einzuladen.
 
„Wir würden uns sehr freuen, Sie trotz der bedauerlichen Aufgabe von Boystown wieder hier begrüßen zu können und uns über die Entwicklung in Indien anhand Ihrer Schilderungen ein Bild zu verschaffen.“ Bischof Dr. Porunnedom sicherte ein Wiedersehen zu, womit sein Aufenthalt in Reuschenberg trotz des traurigen Anlasses einen positiven Ausklang fand.

Es folgt noch ein ausführlicher Bericht auf dieser Seite!




30.09.2019: Bischof Dr. Jose Porunnedom besucht uns noch einmal:

 
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
liebe Boystown – Freunde,
 
vor einigen Tagen hat mich Bischof Dr. Josef Porunnedom wissen lassen, dass er sich in den nächsten Wochen in Europa aufhält. Hierbei möchte er die Chance nutzen und sich bei uns für unsere treue Unterstützung des Boystown-Heimes noch einmal bedanken.
 
Der hohe kirchliche Würdenträger gastiert dementsprechend im Kleinen Gemeindesaal neben der KÖB ,
Aurinstraße 2A, 41466 Neuss,
um 18:00 Uhr am Samstag, 26. Oktober 2019.
Zu diesem Treffen lade ich Sie ganz herzlich ein und darf wie üblich um baldige Rückmeldung per Mail (doerr@boystown.de) bitten.
Inzwischen haben sich auch vier der ausgewählten Wohltätigkeits-organisationen gemeldet, sich ganz herzlich für unsere großzügige Spende bedankt und uns zu ihren weiteren Aktivitäten eingeladen. Außerdem wurde mir Prospektmaterial überlassen, das ich  bei oben genanntem Treffen auslege.
 
Leider hat der Pfarrbrief sein Erscheinen eingestellt. Aus diesem Grund erübrigt sich ein ausführliche Abschlussbericht. Ich weise aber darauf hin, dass unsere Homepage umfangreiches Info-Material einschließlich einer Chronik enthält und der Internet-Auftritt noch bis Ende des Jahres verfügbar bleiben wird.
 
Nach dem Bischofsbesuch werde ich Sie noch einmal abschließend informieren und mich von Ihnen in meiner Funktion als Beauftragter unserer Boystown-Initiative offiziell verabschieden.
 
Bis zum 26.10. verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. M. Dörr  

03.07.2019: Spendensumme wird verteilt:
 
Bericht über die Zusammenkunft am Sonntag, 23. Juni 2019, bei der dankenswerterweise ein Großteil der Förderer unseres Boystown-Waisenheimes zugegen war.
Nach einem Rückblick durch Herrn Bellenberg und den Unterzeichner, welche beide noch einmal Ihre Verdienste sowie die Höhepunkte unseres Projektes hervorhuben, wurde die Entscheidung des indischen Staates, konfessionell gebundene Heime zu schließen, in allen Facetten diskutiert.
 
Alle Teilnehmer äußerten ihr Bedauern bzw. zeigten Unverständnis für die nunmehr ausweglose Situation nämlich die Aufgabe und Schließung des Boystown-Heimes.
Angesichts der aktuellen Problemlage gilt es allerdings, die Entscheidung des Bischofs zu respektieren.
 
Wir alle sind überein gekommen, die noch aufgelaufene Spendensumme von 26.485 € abzüglich anfallender Kontoführungsgebühren gleichermaßen fünf Organisationen, die sich inhaltlich ebenfalls direkt oder indirekt um das Wohl von Kindern und Jugendlichen kümmern, zur Verfügung zu stellen.
 
Nachstehend die Vorschläge:
     
  • Burundi-Hilfe
    Unterstützung des Ordens der Neusser Augustinerinnen und in Burundi      befindlicher Ordensfrauen beim Betrieb zweier dortigen Gesundheitszentren      sowie einer Schule
  •  
  • Brasilien-Hilfe
    Projekt zum Schutz der Kinder und      Heranwachsenden in Form der Hilfe für eine Zufluchtsstätte in Brasilien.
  •  
  • Ons-Zentrum
    Hilfe der Caritas für Kinder und Jugendliche aus   suchtbelasteten Familien in Neuss
  •  
  • Sternschnuppen      
    Unterstützung von Familien mit schwerkranken      und behinderten Kindern
  • Hilfsaktion Kambodscha
    Förderung      zahlreicher Notfall-Projekte einschl. einer Schule für 269 bettelarme      Kinder und eines Kindergartens in Kambodscha.
 
Ich bitte um Rückmeldung bis Ende Juli, wenn Sie diesbezüglich Bedenken haben. Ansonsten würden ich die finanziellen Modalitäten im August abwickeln.  
 
Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Michael Dörr

22.04.2019:
Schließung des Heimes nicht mehr abzuwenden:

Seine Exzellenz Bischof Dr. Jose Porunnedom übersendet uns auch in diesem Jahr herzliche Ostergrüße.“ Very Happy Eastern“ heißt es abschließend in seiner Grußkarte, der er aber auch einen einfühlsamen und persönlichen Brief beigefügt hat.
 
Sein Schreiben enthält einen sehr traurigen Sachverhalt. Die Lektüre offenbart nämlich, dass die Entscheidung getroffen werden musste, unser Waisenheim Boystown zu schließen.
Die St. Elisabeth und Hubertus-Gemeinde hat seit 1975 Boystown ideel und vor allem finanziell unterstützt. Hierdurch konnten Hunderten von Jungen und Mädchen, die aus Problemfamilien stammten, eine gute Erziehung und schulische Bildung vermittelt werden, so dass sie in der indischen Gesellschaft Fuß fassten. Alleine während meiner Amtszeit sind fast 200.000 Euro für diesen Zweck gespendet worden. Wir alle können stolz auf die geleistete Hilfe sein.
 
Leider lassen sich die seitens des Bischofs geschilderten Umstände aber nicht beeinflussen und so werden wir bedauerlicherweise wohl unsere karitative Unterstützung für Boystown einstellen müssen.
Angesammelt haben sich auf dem Konto aktuell rund 26.000 Euro, die wir Bischof Jose eigentlich bei seinem Besuch im kommenden September überlassen  wollten. Wir müssen nun entscheiden, wie mit diesem Betrag umzugehen ist.
 
Daher lade  ich Sie alle herzlich zu einem -wahrscheinlich letzten- Treffen in Sachen Boystown ein, auf dem wir die Situation beraten werden.
Diese Zusammenkunft soll am Sonntag, 23. Juni 2019, 17:00 Uhr, im Versammlungsraum des St. Hubertusstiftes -neben der Bücherei- stattfinden. Es wird auch indisches Essen geben und eine kleine Filmvorführung stattfinden.
 
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Sie   dort begrüßen könnte und bitte höflichst um Rückmeldung bis Ende Mai, ob Sie teilnehmen, am besten unter doerr@boystown.de.
 
Auch ich wünsche Ihnen -trotz der traurigen Nachricht- ein frohes, gesegnetes Osterfest und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
gez. Michael Dörr

29.01.2019: Der Jahresbericht 2018 ist an alle Förderer unseres Heimes in Mananthavady versandt worden. Interessenten können ihn hier herunterladen oder unter Chronik->2018 nachlesen.



Weihnachten 2018: Bischof Dr. José Porunnedom übermittelt uns herzliche Grüße zum Weihnachtsfest:

"Lieber Herr Dr. Dörr, liebe Mitglieder des Arbeitskreises Boystown!

Ganz herzlich wünsche ich Ihnen frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr. Es ist eine Weile her, seit wir uns gehört haben. Hoffentlich geht es Ihnen gut.

Nächstes Jahr haben wir den Besuch beim Papst. In diesem Zusammenhang möchte ich auch Sie besuchen. Wenn alles nach unserem Plan läuft, wird der Besuch im September stattfinden.

Ihnen alles Gute und viel Gottessegen!

Mit lieben Grüßen Ihr Jose Porunnedom.
Bischof Dr. Jose Porunnedom"

Diesen Wünschen schließe ich mich natürlich an und wünsche allen Boystown-Treuen ein gesegnetes Fest und ein gesundes, erfolgreiches und friedvolles Jahr 2019.
Ihr Michael Dörr



17.10.2018: Neuigkeiten aus Boystown. Bischof Dr. José Porunnedom schreibt:

Sehr geehrter Herr Dörr,

herzliche Grüße von Bischof Jose Porunnedom aus Mananthavady. Ich hoffe, dass es allen im Arbeitskreis gut geht. Uns hier in Mananthavady geht es soweit auch gut.
Wie Sie alle sicherlich schon wissen, hat die Zentral-Regierung in Delhi ein neues Gesetz erlassen, das sehr hohe, unserer Meinung nach nicht erfüllbare, Anforderungen an uns stellt. Deshalb ist es nicht möglich, das Boy's Town - Kinderheim weiterhin in der bisherigen Form und unter dem gleichen Namen
weiterzuführen. In den Sommerferien und in diesem Jahr werden wir unser Kinderheim neu streichen. Das ganze Gebäude soll freundlich und richtig schön "herausgeputzt" werden. Das war auch dank Ihrer großzügigen Spenden möglich. Vielen Dank dafür.
Während der Sommerferien haben wir dennoch versucht, wie immer, neue Jungen für unser sogenanntes Hostel zu gewinnen. Leider wollten nur 18 Jungen kommen. In den letzten Jahren hatten wir viele Jungen und dieses Jahr nur diese
achtzehn. Aus diesem Grund können wir, wie den letzen Jahren, unser Kinderheim nicht mehr weiterführen.
Deshalb haben wir noch einmal überlegt und dann beschlossen, das Hostel nur für dieses Jahr für die Renovierung zu schliessen. Wir haben ein Kinderheim nur für Mädchen ca. 15 Kilometer entfernt von Boys Town mit Namen ,,Sankt Peter".
Dort hatten wir Mädchen; aber dieses Sankt Peter Hostel (das nun ehemalige Sankt Peter Kinderheim für Mädchen) haben wir geschlossen.
Dann haben wir entschieden, die 18 Jungen nur für dieses Jahr nach Sankt Peter zu schicken. Aber wir wollen versuchen, es nach diesem neuen Gesetz weiterzuführen. Wir haben deshalb jetzt die 18 Jungen des Boys Town Hostel gemeinsam in Sankt Peter. Jetzt haben wir nur Jungen in Sankt Peter, da wir ja
keine Mädchen in Sankt Peter aufnehmen dürfen. Das ist nicht nur bei uns so, sondern in allen Kinderheimen für Mädchen.
In der neuen Form als Hostel ist es uns möglich, mit der bisherigen Personalstärke weiterzuarbeiten: Director, zwei Schwestem und eine Küchenfrau.
Daher geht meine grosse Bitte an Sie alle im Arbeitskreis, uns auch in der Zukunft in der gleichen Weise wie in den vielen Jahren vorher zu unterstützen. Nur so ist es uns möglich, auch weiterhin bedürftigen Kindern zu helfen.
Im neuen System als Hostel sollen die Familien je nach ihrer finanziellen Situation auch einen kleinen Beitrag für den Aufenthalt im Hostel leisten. Wenn die Familien kein Geld bezahlen können, werden wir die vollen Kosten übernehmen.
Der Unterhalt des Hostels wird wie bisher, Gott sei es gedankt, von Ihnen in Neuss geleistet. Auf jeden Fall werden wir das Geld, das Sie uns schicken, ausschliesslich zum Wohl der Kinder verwenden.
Nun haben wir im Boys Town Hostel keine Kinder mehr. Wie gesagt: die 18 Kinder sind für dieses Jahr im Sankt Peter Hostel. Sie alle fahren mit dem Schulbus zur Schule. Der Bus führt um 8.00 Uhr von Sankt Peter ab und die Jungen kommen um 17 Uhr zurück. Die Kinder gehen in die Schule mit Namen "Sankt Joseph Schule, Mananthavady". Sie liegt in der Nähe unserer Cathedral -
Kirche. Wie schon gesagt, gibt es dort wie immer einen Director, drei Schwestem, eine Lehrerin und zwei Küchenfrauen. Ich habe im letzten Monat die Kinder in Sankt Peter besucht und sie alle sind sehr froh und zufrieden. In Boys Town
werden wir schauen, wie es im nächsten Schuljahr weitergeht. Sollten wir genug Kinder bekommen, dann werden wir das Hostel Boys Town weiter führen. Sonst müssten wir eine andere Möglichkeit finden.
Ganz besonders liegt es mir am Herzen, Ihnen meinen Dank fiir alles zu sagen; besonders dafür, dass sie immer für uns und für alles Verständnis hatten und haben.
Danke für alles, ganz besonders im Namen aller 18 Jungen. So sende ich Ihnen allen, Ihren Familien und unseren Freunden des Arbeitskreises der Pfarrgemeinde St. Elisabeth und Hubertus in Neuss - Reuschenberg, besonders auch an Sie Herr Dörr, herzliche Grüße.
In der Liebe des Herrn verbunden
grüßt Sie alle
lhr
Bischof von Mananthavady
Bischof Jose Porunnedom



 
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